Entlassungen 

Entlassungen geschehen regelhaft und gehören zum Betreuungsverfahren. Sie sollen geplant und vorbereitet sein. Die Anschlussabsicherung soll gewährleistet sein. Um dies zu gewährleisten ist in einer Vorbereitungsphase ein abschließendes Fallgespräch (à s. Fallgespräche/Checkliste) zu führen, in dem alle anstehenden Inhalte und Fragen zu erörtern sind. Nach diesem Fall- und Fachgespräch ist das betroffene Kind/der Jugendliche einzubeziehen. Aus beiden Elementen (Fallgespräch und Betroffenengespräch) ist ein Abschlußbericht zu erstellen, der dem zuständigen Jugendamt fristgerecht zugeht.

Es ist darauf hinzuwirken, dass ein abschließendes Hilfeplanverfahren (à s. Hilfeplanungen), wenn irgend möglich als gemeinsames Gespräch, erfolgt. Hier können letzte Fragen und Hilfestellungen vereinbart und Übergänge fließend gestaltet werden.

Checkliste

  • Persönlich: Dem Kind; dem Jugendlichen; dem jungen Erwachsenen, der Familie wird ein Ansprechpartner benannt. Jeder soll bei Bedarf die Möglichkeit haben in der Einrichtung/beim Träger jemanden anzurufen oder aufzusuchen, um verbleibende Fragen oder neue Probleme zu besprechen und eine Beratung zu erhalten.
  • Der oder die Betreute/n sollen in gesicherte Verhältnisse entlassen werden. Eine Zukunftsperspektive sollte vorher entwickelt worden sein.
  • Es ist für eine freundliche Verabschiedung zu sorgen. Die/der Betreute soll sich von allen ihm wichtigen Personen verabschieden können.
  • Es sollen Absprachen bezüglich möglicher Kontakte jenseits des Betreuungszeitraumes geklärt werden. Adressen und Telefonnummern sollen ausgetauscht werden.
  • Es sollen Hilfen geklärt sein in Bezug auf den Transport der persönlichen Gegenstände.
  • Alle persönlichen Dinge (Dokumente wie Zeugnisse, Ausweise, Krankenkarte etc.; Taschengeld, u.a.) sollen übergeben und quittiert werden.
  • Formal: Ein Entlassungsschreiben mit genauem Datum, neuer Anschrift, Dank für gute Zusammenarbeit (falls dem so war), ist anzufertigen und an das zuständige Jugendamt zu senden.
  • Prüfung der Rechnungslegung hat zu erfolgen; Nachzahlungen sind einzufordern, Rückzahlungen umgehend zu erstatten, Reste von bewilligten und nicht verbrauchten Geldern sind ebenfalls zu erstatten.